Die lustigen Weiber von Windsor
Die lustigen Weiber von Windsor ist eine komisch-fantastische Oper in drei Akten
Musik: Otto Nicolai
Libretto: Salomon Hermann Mosenthal nach der gleichnamigen Kommödie von William Shakespeare
Uraufführung: am 9. März 1849 im Königlichen Opernhause zu Berlin unter dem Dirigat des Komponisten
Ort und Zeit der Handlung: die Stadt Windsor zu Beginn des 17. Jahrhunderts
Personen
- Sir John Falstaff (Bass)
- Herr Fluth, Bürger von Windsor (Bariton)
- Herr Reich, Bürger von Windsor (Bass)
- Fenton (Tenor/lyrischer Tenor)
- Junker Spärlich (Tenor/Spieltenor)
- Dr. Cajus (Bass)
- Frau Fluth (Sopran/Koloratursopran)
- Frau Reich (Mezzosopran)
- Jungfer Anna Reich (Sopran/lyrischer Sopran)
- Der Wirt im Gasthaus zum Hosenbande (Sprechrolle)
- Der Kellner im Gasthaus zum Hosenbande (Sprechrolle)
- Erster Bürger (Tenor)
- Zweiter, dritter und vierter Bürger (Sprechrollen)
- Zwei Knechte des Herrn Fluth (Stumme Rollen)
- Chöre und Ballets. Bürger und Frauen von Windsor. Kinder. Masken von Elfen, Feen und anderen Geistern, Mücken, Wespen usw. Kellner.
Entstehung
Die Musik komponierte Otto Nicolai im Jahre 1845-1849. Zuvor hatte er mit einigen italienischen Opern große Erfolge verbucht, doch diese Oper sollte sein Meisterwerk in deutscher Sprache werden. Das Libretto hat der Komponist dabei ein wenig abgeändert.
Musik
Die Oper steht in der Singspiel-Tradition, die musikalischen Nummern sind also mit gesprochenen Dialogen verbunden. Nicolai hat, wie auch die Bezeichnung "komisch-fantastische Oper" zeigt, einen Konsens zwischen der romantischen Oper im Stil von Carl Maria von Weber und der damals sehr beliebten komischen Opern von Albert Lortzing hergestellt. Auf die rmantische Seite gehören die Liebesszenen zwischen Anna und Fenton, die Geister- und Elfenmusiken und natürlich der Mondaufgang. Das Buffo-Element kommt in der Figur des Falstaff, den Ehemännern und den beiden von Anna verschmähten Freiern zum tragen.
Rezeptionsgeschichte
Zunächst war es schwierig, eine Bühne zu finden, die die Weiber spielen wollte, als sie aber aufgeführt wurde, hatte die Oper einen fulminanten Erfolg und ihre Beliebtheit hält bis heute an. Wenn auch das Libretto und die Dramaturgie dem heutigen Zuschauer etwas altmodisch erscheinen, so ist doch die Musik von einer so hohen Qualität, dass das Werk immer wieder gerne programmiert wird.
Eine weitere Vertonung des Themas erfolgte durch Giuseppe Verdi mit dem Titel "Falstaff"
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