Auszug aus unserer Chronik:
Der Singkreis Liederkranz Mürzzuschlag blickt bereits auf eine mehr als 120-jährige Tradition zurück. Er hatte seinen Ursprung in der Gesangssektion des Arbeiterbildungsvereines. Dieser wurde 1885 aufgelöst, und 1888, also genau vor 120 Jahren, wurde der MGV Liederkranz als unpolitischer Verein gegründet. 1921 zählte der Chor 80 Mitglieder und ein Jahr später wurde auch ein Frauenchor, der 40 Mitglieder umfasste, gegründet. Von 1926 bis 1934 bestand auch ein eigener Kinderchor. 1934 wurde der Liederkranz wie alle übrigen Arbeitervereine auf Grund der politischen Umstände verboten. 1947 erstand der Verein zu neuem Leben. Nach vielen erfolgreichen Jahren sank Anfang der 70er Jahre die Mitgliederzahl deutlich, sodass 1974 die Vereinsauflösung beschlossen wurde.
Dem damals als letzten übrig gebliebenen Sänger Kurt Heumann gelang es in der Folgezeit eine Gruppe von rund 20 Personen zu finden, und so konnte der Verein 1976 seine Wiedergeburt feiern. Chorkonzerte, u.a. in Arnoldstein und Eckartshausen (Deutschland), Rundfunkaufnahmen und eine Schallplattenaufnahme erfolgten unter Kurt Heumann’s Leitung.
1988 übernahm Herbert Marinkovits die Leitung des Chores. Unter ihm wurde die Neuberger Jagdmesse in der Stiftskirche Neuberg, in Reichenau und im Dom zu Wiener Neustadt aufgeführt. Auf Einladung des Madrigalchores war der Singkreis Liederkranz auch zu Gast in Szombathely, sowie auch beim internationalen Weihnachtsliedersingen im Wiener Rathaus.
Kurt Heumann war seit 1976 bis zu seinem Tod 2004 der Vorsitzende des Vereines, und bis 1988 auch der musikalische Leiter. Als Vereinsvorsitzende folgte ihm Gabriele Teufl. Seit Ende des Jahres 2007 ist nun Veronika Steinacher in dieser Funktion tätig. Chorleiter ist seit dem Jahr 2000 Herbert Tomaschek.
Der Singkreis Liederkranz präsentiert sich heute als kleine Singgemeinschaft, bei der neben dem Singen auch die Kameradschaft und die Geselligkeit groß geschrieben wird.
...Erinnerung an den Beginn des Chores...
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